Kreativwerkstatt Beate Günther
 

Progressive Muskelrelaxation


Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) ist, nach dem amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson, zwischenzeitlich ein anerkanntes Entspannungsverfahren. Jacobson fand heraus, dass sich unter Stress die Muskelspannung erhöht und somit sich umgekehrt Stress vermindert, wenn die Muskelspannung sich reduziert. 

Das Grundprinzip der Progressiven Muskelrelaxation lautet: „Willentlich Spannung aufbauen – Halten – Entspannen“. Durch diesen Wirkungsmechanismus wird die PMR zu einem körperorientierten, systematischen Entspannungstraining. Durch das willentliche und systematische An- und Entspannen einzelner Muskelgruppen wird die Selbstwahrnehmung für Spannungszustände fortschreitend (progressiv) sensibilisiert, um dann mit einer Entspannung (Relaxation) reagieren zu können.  

Häufig treten diese Anspannungen der Muskulatur im Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress, Angstzuständen und Ärger auf. Mit der Entspannung der Muskulatur kann auch ein körperliches Ruhegefühl und eine seelische Entspannung erreicht werden. Es entspannt sich im fortgeschrittenen Stadium nicht nur die willkürliche Skelettmuskulatur, sondern auch die unwillkürlichen Muskeln der inneren Organe. Diese Entspannung kann vor allem beruhigend auf das vegetative Nervensystem, das u.a. Atmung, Herzschlag, Blutdruck und Verdauung kontrolliert, wirken.


Auch Kinder und Jugendliche sind täglich dem Stress ausgesetzt. Ob Schulalltag, Freizeitaktivitäten, Medienkonsum oder Zeitdruck können Kinder/Jugendliche überfordern. Sie werden dadurch oft unruhig, gereizt oder niedergeschlagen. Hält der Stress dauerhaft an, treten bei ihnen die Stresssymptome in Form von Bauch- und Kopfschmerzen, Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Schulproblemen, usw. auf.