Kreativwerkstatt Beate Günther
 

Kunsttherapie

Die kunsttherapeutischen Arbeitsmethoden sind vielfältig und reichen vom Freien Gestalten bis zu konkreten Übungsaufgaben. Die Vorgehensweisen orientieren sich u.a. an tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutisch-lerntheoretischen, anthroposophischen, systemischen und ganzheitlich-humanistischen Ansätzen.

Welche kunsttherapeutischen Methoden eingesetzt werden können, ist u.a. abhängig von den Zielen, Wünschen, den Problemen und Beschwerden sowie auch von der Persönlichkeit des Klienten.

Der Kunsttherapeut begleitet, regt an, schützt, ermutigt und  unterstützt den gestalterischen Prozess. Die Kunsttherapie ist auch für Personen ohne gestalterische Vorkenntnisse geeignet. 

Kunsttherapie kann bei unterschiedlichen Erkrankungen und krisenhaften Entwicklungen in allen Lebensphasen und psychosozialen Zusammenhängen angewendet werden.


Gestaltungsprozesse

Gedanken und Gefühle mitzuteilen, Angst und Freude auszudrücken ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die Kunsttherapie setzt an diesem Bedürfnis an, sich gestalterisch mitzuteilen und mit sich und anderen in Kontakt zu treten.

Wünsche und Gedanken können bildnerisch dargestellt werden. Ängste und Gefahren werden im Bild gebannt. Auch unsere Sinne, Gefühle, Intuitionen und Fantasie sind mit daran beteiligt. 

Das Bild, das Werk wird zum Gegenüber. Es kann somit unkommentiert auf einen selbst wirken oder es besteht die Möglichkeit des Erlebens und das Sichtbargewordene in Worte zu fassen. 

Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Gestaltungsprozess können in den Alltag integriert und dort genutzt werden. Kunst kann als Quelle eines positiven Lebensgefühls erlebt werden.


Fantasiereisen

Die Arbeit mit der Imagination, der Fantasie kann man als ein angeleitetes, gezieltes Träumen ansehen. Innere Bilder, Imaginationen wirken auf unsere Psyche und Körper.

Es werden Entspannungsübungen und Fantasiegeschichten, die Ruhebilder und Selbstsuggestionen enthalten, eingesetzt. Bei der Anwendung von hilfreichen Selbstinstruktionen wird die Sicherheit im Umgang mit wiederkehrenden belastenden Situationen unterstützt.

Fantasiereisen können auch dazu genutzt werden, unbewusste Fähigkeiten zu aktivieren, Lösungswege zu finden oder einfach nur zum Entspannen und Abschalten des Tages.

Diese inneren Bilder können kreativ dargestellt und in unseren Alltag mitgenommen werden.


Formenzeichnen

Das Formenzeichnen ist ursprünglich eine aus der Waldorfpädagogik und anthroposophischen Kunsttherapie stammende Methode. Es wird im Kindergarten- und Schulalter sowie in der Erwachsenenbildung eingesetzt. 

Es handelt sich hierbei um meistens vorgegebene elementare Formen wie Kreis, Kreuz, Welle und Spirale, die rhythmisch gestalterisch auf Papier oder in der Sandwanne geübt werden. 

Ob zur Förderung der Grafo- und Feinmotorik sowie der Augen-Hand-Koordination im Vor- und Grundschulalter oder als Energie- und Ruhequelle, Formenzeichnen unterstützt die Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer.

Das Formenzeichnen kann auch als Ausgangspunkt für u.a. Mandalas, Doodle Tangles und Ornamenten dienen und mit künstlerischen Techniken kreativ kombiniert werden.


Materialien

Es stehen reichhaltig Materialangebote zum experimentellen Arbeiten für Malerei, Grafik, Collage, Plastik und Mosaik bereit.